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Drohnenabwehr im maritimen Umfeld
Die zunehmende Verbreitung kostengünstiger und leistungsfähiger UAV-Systeme verändert die maritime Gefechtsführung grundlegend. Während klassische Luftverteidigungssysteme weiterhin unverzichtbar bleiben, reichen sie allein nicht mehr aus, um sämtliche Bedrohungsszenarien abzudecken.
Insbesondere in Hafenlagen, bei Kanaldurchfahrten sowie während amphibischer Operationen entsteht eine operative Fähigkeitslücke zwischen strategischer Luftverteidigung und unmittelbarem Objektschutz. Zukünftige maritime Schutzkonzepte werden daher zusätzliche, speziell für den Nahbereich entwickelte Counter-UAV-Systeme benötigen.
Skalierbarer Nahbereichsschutz
SCILT wurde gezielt für die unmittelbare Gefahrenzone entwickelt, in der groß dimensionierte Luftabwehrsysteme und verbandgebundene C‑UAS‑Lösungen oft nicht mehr wirksam eingreifen können.
SCILT fungiert als letzter, aktiver Schutzbaustein für einzelne Schiffsplattformen und überbrückt die Lücke zwischen passivem Schutz und großskaliger Luftabwehr. Das System ist auf kleine UAS‑Typen ausgelegt, darunter FPV‑Drohnen und Loitering Munition und kann sowohl einzelne Bedrohungen als auch mehrere gleichzeitige Angriffe im Nahbereich abwehren.
Integration und Bedienung
Das System unterscheidet drei Alarmstufen — Detektion, Annäherung und Auslösung — und setzt marktübliche Schrotkaliber als Effektoren ein. Im Vergleich zur Landvariante verfügt SCILT Naval über eine erhöhte Wirkreichweite sowie eine automatische Nachladung. Das Effektorenspektrum reicht von fragmentierenden bis hin zu panzerbrechenden Varianten.
Aufgrund der offenen Systemarchitektur lässt sich SCILT Naval in bestehende C2- und Sensorsysteme einbinden oder kann als Gesamtsystem mit eigener Aufklärung integriert werden.